Ferien in und um LA, Halloween und Día de Muertos

Sonnenuntergang bei Erwin’s Rooftop Lounge

Schon fast ist unsere Zeit in Los Angeles zu Ende und trotzdem konnten wir nicht mal die Hälfte von dem tun, was wir geplant hatten. Wie haben es extrem genossen und wurden viel zu sehr verwöhnt.

Viel haben wir am Land Cruiser gearbeitet. Zum Beispiel haben wir eine neue Batterie bestellt und eingebaut und Raphi hat eine Halterung für das Fähnchen, welches man bei Dünenfahrten braucht, gebaut. Wir haben entdeckt, dass das Dachfenster nicht dicht ist und müssen eine Lösung dafür basteln. Anouk hat viel Zeit mit Costa Rica Planung verbracht, während Raphi den kaputten Öldrucksensor repariert hat, und und und… Fast jeden Tag kam es eine Päckchenflut von irgendwelchen Teilchen, die wir bestellt haben. 

Ansonsten haben wir Spaziergänge in Venice und Santa Monica und im hipstrigen Silver Lake Viertel unternommen. Silver Lake ist bekannt für seine vielen steilen unterschiedlich bemalten Treppen. Von der Mulholland Drive in den Hügeln haben wir die Aussicht auf LA bewundert. In Downtown waren wir im Fashion District günstig shoppen und haben in der Rooftop Bar des höchsten Hochhauses LA’s (Wilshire Grand Center) einen Drink und die Aussicht genossen. 

Zu viel mehr Sightseeing sind wir leider nicht gekommen, aber wir kennen LA auch schon gut von früheren Besuchen. Dafür haben wir die kulinarische Vielfalt sehr genossen und gingen häufig mit der Familie essen oder in originelle Bars. 

Halloween und Día de Muertos

Ein weiteres Wochenende haben wir bei der Familie von Anouks Cousin in Orange County verbracht. Dort erlebten wir ein weiteres Highlight unserer gesamten Reise: Anouks Cousin arbeitet bei der Polizei und wir durften ihn bereits vor 2 Jahren eine Nachtschicht lang begleiten. Diesmal hat er was ganz Besonderes organisiert: Wir durften die Polizei auf Schicht auf einem Flug mit dem Polizei- Helikopter begleiten! Das war wunderschön und superspannend. Wir sahen viel, unter anderem einen wunderschönen Sonnenuntergang, ein paar kleinere Einsätze und die riesige Ansammlung von Containerschiffen, die vor der Küste auf Abfertigung wartet. Seit vielen Wochen gibt es ein Containerstau vor den 2 grössten Häfen der USA – die nebeneinanderliegenden Häfen von Long Beach und LA. Zum Teil warten bis zu 100 Schiffe – ein Resultat aus gestiegenem Postcovid-Konsum und gravierendem Personalmangel. 

Sprechende Kürbisse

Mit der Familie von Anouks Cousin haben wir auch Halloween gefeiert und einen «Trunk or Treat»-Anlass und «Trick or Treat»-Umzug mitgemacht. «Trunk or Treat» war eine Veranstaltung in der Schule, bei welcher die Kinder Kofferräume sehr umfangreich dekoriert und Süssigkeiten ausgeteilt haben. Das Ganze war verbunden mit verschiedenen Spielen, lauter Musik und weiterem Unterhaltungsprogramm definitiv ein spassiger Anlass – für jung und alt. Am Halloween-Abend haben sich Familien für «Trick or Treat» zusammengetan und während die Kinder von Haus zu Haus rannten und Süssigkeiten sammelten, sind die Eltern mit einem Glas Wein in der Hand hinterherspaziert. Manche Hausbesitzer haben sich extrem Mühe gegeben mit ihrer Dekoration. Es gab sprechende und sich bewegende Figuren, Kunstrauch und alles Mögliche – zum Teil sehr kreativ. Ein grösseres Anwesen hat ein ganzes Labyrinth aufgebaut mit Nebelmaschinen und vielen verkleideten Personen, welche die Durchlaufenden erschreckt haben. Auch die Erwachsenen durften durch das Labyrinth und Anouk hat wahrscheinlich mehr geschrien als so manches Kind 🙂

Zurück in LA haben wir Día de Muertos Feierlichkeiten besucht. Die grossen Umzüge am Wochenende haben wir verpasst, aber es gab eine Aufführung und Austellungen im mexikanischen Viertel in Downtown. Día de Muertos ist eines der wichtigsten mexikanischen Feiertage und wird vom 31. Oktober bis zum 02. November gefeiert. LA, mit vielleicht der grössten mexikanischen Community ausserhalb Mexikos ist kein schlechter Ort, um das Fest mitzuerleben. Mit farbigen Umzügen, Kostümen, Aufführungen etc. wird den Toten Respekt gezollt. Zuhause oder auf dem Friedhof werden bunte Altare aufgestellt, um die Toten, die während diesen Tagen die Lebenden besuchen, willkommen zu heissen und mit ihnen zu feiern. Um die lange Reise der Toten zurück zu den Lebenden so angenehm wie möglich zu gestalten wird oft deren Lieblingsspeisen und Trinken, Fotos und jede Menge weitere Gegenstände, die den jeweiligen Verstorbenen gefallen hatten, bereitgestellt. Da schon für die Azteken, bei welchen das Fest seine Ursprünge findet, der Tod eine natürliche Phase im Lebenskontinuum war, ist das Fest keine traurige Angelegenheit. Im Gegenteil – die Feierlichkeiten sind laut, bunt, ausgelassen, schliesslich soll mit den Verstorbenen gefeiert werden.

Las Vegas

Einen kleinen Ausflug haben wir auch noch nach Las Vegas unternommen. In den 2 Tagen hatten wir eigentlich nur Zeit für den Strip – die Hauptmeile mit den pompösen Casinos – was aber wie immer sehr unterhaltsam war, da jedes Casino einem anderen Thema gewidmet ist von Venedig  über Ägypten bis zu Disney.

Nun fliegen wir nach Costa Rica, da unsere 3 Monate Maximalaufenthalt USA ausgeschöpft sind und hoffen, dass wir danach wieder ins Land gelassen werden.

Gefahrene Kilometer seit Reisebeginn
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